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Sauna Düsselstrand


Düsseldorf

Im, zu Beginn der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gebauten, Schwimmbad Düsselstrand in Düsseldorf wurde die zweistöckige Saunaanlage kernsaniert. Durch den Abriss des voll gefliesten Innenausbau-Bestandes traten vielfältige haustechnische und brandschutzspezifische Herausforderungen zu Tage. So wurde der Umbau der 560qm große erdgeschossige Bereich für € 800Tsd binnen 14 Monaten umgebaut.
Eine umfangreiche brandschutztechnische Erüchtigung und der Einbau einer neuen Lüftungsanlage und einer neuen Elektrik waren erforderlich.

Sowohl im Innenraum als auch im Außenraum werden Lärchenholzleisten, vor die unterschiedlichen Bestandwände geblendet. Dadurch lassen sich notwendige Installationen und Entwässerungen verkleiden. Die Lärchenholzleisten sind rückseitig eingefräst und an einigen Stellen mit LED-Stripes bestückt. Dadurch lässt sich die Beleuchtung in der Abhangdecke auf das notwendige Maß der Sicherheits-/ und Reinigungsbeleuchtung reduzieren. Durch die verglasten Flächen ergeben sich darüber hinaus vielfältige Reflektion, die den eigentlich kleinen Raum grösser erscheinen lassen und die Raumgrenzen verunklären.
Sowohl im Innen- als auch im Außenraum ist die Holzkonstruktion mit Schaumstoff hinterfüttert, was zur Reduktion des Schalls führt, da die Schallwellen hinter der Lattenkonstruktion brechen und absorbiert werden.

Aus den gebrauchten „Steigerhout-Deelen, in erster Linie Fichten- und Tannenholz, wurden vielfältige Möbel für den Innenraum gestaltet. Diese umkleiden Betonstützen, Nischen und tragende Mauerwerksvorlagen. So entstanden neben den Taschenablagen für ca. 80 Besucher, Garderoben, Sitzgelegenheiten am Tauchbecken, Brillenablagen, Abstellflächen für Dekorationselemente, Sessel und Hocker. Durch die optisch anspruchsvollen Holzeinbauten fallen die flankierenden Flächen mit ihren Nutzungsbedingten Oberflächen kaum auf.

Die Assoziationen zu Saunen bedingen in erster Linie Holzoberflächen. In Kombination mit der beabsichtigten Nordseecharakteristik sind dabei entsprechende Variationen der Blockholzbohlensaunen notwendig, damit das Saunaambiente nicht nur im Inneren, sondern auch in den Abkühl- und Außenbereichen wahrgenommen werden kann. Um eine eindeutige Stimmung zu erzeugen wurden im gesamten Ausbau in erster Line Sandtöne für das „Nordsee“-Image verwendet. Dadurch wird das Auge des Nutzers zur visuell anspruchsvolleren Detaillierung der Holzverkleidungen, als auf die nach Schwimmbadanforderungen rutschfest gefliesten Böden oder an die Akustikdecker geleitet.
Diese Konzeption wird in allen Bereichen der Sauna in verschiedenen Formen angewendet, so dass sich nach den verschiedenen Nutzungen angemessene Bereiche, wie Umkleiden, Duschen, Massage und Gastronomie ergeben.

Bearbeiter: Apoita Dedinca, Holger Frielingsdorf, Évi Joó, André Mitzkeit, Max Pfeifer, Carsten Schwevers