Gestaltung der Innenstadt Hückeswagen

Die spannende topografischen Situation der Stadt Hückeswagen
bedingt, dass die Stadt durch die Sichtbeziehung von Hügel zu Hügel
bestimmt ist.
Entlang des Flusses verlaufen Sichtbeziehungen die die Ausführung der
neuen Stadtstraße nachhaltig prägen. Dies bedingt, dass das Freistellen
und Freiräumen dieser Blickbeziehungen ein wesentlicher Bestandteil
der Planung ist. Besonders der bewaldete Schlosshagen und die
verwilderte Wupperauen werden hierbei in Zukunft Stadtbild prägend
sein.
Daher sollte die Stadtplanung in Hückeswagen nach den Sichtbeziehungen
zum Schloss und durch die Wupperaue geprägt sein.
Im Untersuchungsgebiet grenzen die städtischen an die eher landschaftlich
geprägten Siedlungsstrukturen. In der Mitte eingebettet
fließt der Fluss, ohne das jemand von ihm Notiz nimmt. Die Bebauung
entlang der neuen inneren Ortsumgehung (Stadtstraße) ist durch
dieses Spannungsfeld zwischen den dominierenden Landschaftsräumen
Schlosshagen und Wupperaue geprägt. Dazwischen liegt am ehemaligen
Bahnhofsvorplatz der Etaplerplatz.
Der gesamte Bereich an der Wupper ist im Stadtgebiet Hückeswagens
geprägt durch die ehemalige Flussnutzung als Energiequelle. Entlang
der Wupper entstanden Mühlen und die dadurch mit Energie versorgten
Industriebetriebe. In dieses Band aus industriell geprägten Bauten
wird nun die innere Ortsumgehung gebaut. Kernpunkt dieser Anlage ist
der „große Kreisverkehr“ an der Kreuzung Raderstraße / Mühlenweg
/ Bergstraße / Bachstraße / Stadtstraße. Diesem neuen Stadtplatz
wie den anderen Kreisverkehren entlang der inneren Ortsumgehung
wird in der weiteren Planung die Bedeutung eines „Stadttores“ zukommen.
Bei der Planung ist zu berücksichtigen, dass die demografische Entwicklung
von Mittelstädten wie Hückeswagen in Zukunft dazu führen wird,
dass im Stadtzentrum vermehrt Wohnungsbau betrieben wird. Dies ist
notwendig um dem bundesweit nachweisbaren Trend zur Verdichtung
der Innenstädte umzusetzen. Denn mittelfristig ist die Revitalisierung
der Atmosphäre der Innenstädte für potentielle Zuzügler das entscheidende
Kriterium.
Aus diesen Grundlagen entwickelt sich das Bild einer Verdichtung im
Bereich des Etaplerplatzes mit wenigen aber klar gerahmten Stadt-
Plätzen und der vor der Stadt liegenden Flussaue an der Wupperaue in
der genügend Raum für Freizeitaktivitäten ist.

Bearbeiter: Stefan Bömelburg, Holger Frielingsdorf
Landschaftsplanung: Topotek1, Berlin